Donnerstag, 8. August 2019

Die Kaserne vor der Altstadttür: Die ehemalige Bärenschanze

Im Dreißigjährigen Krieg wurden als Befestigungsanlagen rund um Nürnberg vom schwedischen König Gustav II. Adolf der Stadtmauer vorgelagerte, zum Teil schon vorhandene Erdwälle zu sogenannten Schanzen ausgebaut. Eine davon war die Bärenschanze, an die heute noch die U-Bahnstation an der Fürther Straße erinnert und der Name des statistischen Bezirks 22.

Die historische Festungsanlage selbst befand sich allerdings im Nachbarbezirk Himpfelshof auf einer Fläche östlich des Alten Jüdischen Friedhofes (der allerdings erst 1864 entstand) bis hin zur Roonstraße. Die Nürnberger bauten die Bärenschanze dann später immer weiter zu einer Kaserne aus. Die Schanzenmauern waren spätestens 1820 verschwunden, während die Kaserne darüberhinaus weiter wuchs. Von den bis 1890 entstandenen Gebäuden ist heute nur noch wenig übrig. Es sind zumeist Blöcke, die die bayerische Behörde Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) nutzt.

_____________________

an der Roonstraße Ecke Bärenschanzstraße war lange auf dem ehemaligen Kasernengelände ein Parkplatz

der Blick auf die dahinterliegenden Kasernegebäude war von der Ecke aus frei

inzwischen wächst dort ein Bau heran



nördlich an der Reutersbrunnenstraße: das Arbeitsgerichtsgebäude

An der Roonstraße

dazwischen ein bis zur Unerkenntlichkeit umgebauter Kasernenbau

es handelt sich um die Roonstraße 22

um die Ecke anschließend das Gebäude Bärenschanztraße 8a (Ansicht von Osten) - dreigeschossiges Sandsteingebäude im Stil der Neorenaissance 

Ansicht von Südosten

Südwesten

Ansicht von der Bärenschanzstraße

den Westteil des u-förmigen Komplexes stellt die Bärenschanzstraße 8c dar


Südostseite

Ansicht von Norden

und innerhalb des U steht das kleine Gebäude Bärenschanzstraße 8b (errichtet 1721) - das ehemalige Kommandantenhaus - als einziges unter Denkmalschutz und daher nicht vom Abriss bedroht


Ansicht von Osten

weiter westlich sieht man die Reithalle hervorspitzen

sie konnte als optisches Schmuckstück nur dadurch vom Abriss gerettet werden, weil Luxuswohnungen daraus gemacht wurden


Südwestseite

Westseite

südlich des Areals, anstelle der früheren Offizierspeiseanstalt an der Bärenschanzstraße, steht eines der  unvermeidlichen Parkhäuser 

Die Reste der Kulturfeldkaserne im Karree zwischen Willstraße, Altem Jüdischen Friedhof und Bärenschanzstraße sind auch erst vor kurzem restlos einer Wohnsiedlung mit üblichem Discounter gewichen

Die Neubleiche

Südlich der Bahnlinie entlang der Burgerstraße und und Schanzenstraße hat man ein neues Wohnareal entwickelt und ihm den Namen "Neublei...