Dienstag, 4. Juni 2019

Der Bahnhofsplatz - Betonwüste,
Dauerbaustelle, Umschlagplatz

Der Bahnhofsplatz ist zwar nicht der größte, aber durch den Hauptbahnhof bedingt der bedeutendste Verkehrsknotenpunkt Nürnbergs. Er ist eines der Einfallstore in die Altstadt, Treffpunkt dreier Hauptverkehrsstraßen, alle 3 U-Bahn-Linien, 3 der nur noch existierenden 5 Straßenbahnlinien und 3 Buslinien sind dort nutzbar. Die S- und R-Bahnen enden am Hauptbahnhof.

Im letzten Jahrhundert wurde der Platz autogerecht zur Betonwüste umgebaut und krankt seither an diesem Leiden, da sich die Stadt nicht an ein wirklich verbesserndes Konzept herantraut. Das U-Bahn-Geschoss und die weitläufigen unterirdischen Gänge machen eine Bepflanzung mit größeren Bäumen leider unmöglich - die Kehrseite der Maulwurfbauweise. Auf diesem nicht genügend großen Platz wird verkehrstechnisch zuviel gewillt und damit wenig Aufenthaltqualität erreicht - ein hektischer seelenloser Menschen-Umschlagplatz. Dabei ist das bauliche Ambiente vielversprechend.

Eine Mitte 2017 beendete Renovieraktion hat zwar Verbesserungen für die Radfahrer und auch eine wenig für die Fußgänger gebracht, aber war aus Kostengründen von vornherein nur halbherzig angedacht. Die Großbaustelle an der alten Hauptpost lässt im Moment aber ohnehin nicht noch mehr Chaos zu.

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Am Nordrand steht das ehrwürdige Grand-Hotel

Östlich daneben das frisch renovierte Par Plaza  - ehemals American-Bavarian-Hotel - es war über die Jahrzehnte ziemlich heruntergekommen

neu ist der bequeme Radweg vor der Tür

Der führt direkt auf das Königstor zu 

Um auch wieder oberirdisch zum Bahnhof zu gelangen, hat man zwei Ampeln am Westrand des Platzes aufgestellt



Es war zwar anders kaum möglich, aber man soll auf diesem Weg über den Handwerkerhof in die Altstadt kommen (oder man macht einen weiten Bogen zum Königstor). Wer aber öfter schon durch den Handwerkerhof lief, weiß, was da für ein enges Gedränge herrscht. Er ist nicht für Durchgangsverkehr ausgelegt - ebenso wenig wie die drei engen Gassen vom Klarissenplatz zur Luitpoldstraße und zur Königstraße.

Bis vor kurzem gelangte man vom Königstor aus nur unterirdisch zum Bahnhof


Der Bahnhofsvorplatz wurde mit ein paar Platten ein bisschen aufgemöbelt - der Taxistand hat immer mal wieder gewechselt - jetzt ist er wieder auf der Westseite

sonst ist alles weiterhin ziemlich kahl

Der Bahnhof selbst ist und bleibt ein Schmuckstück


östlich des Bahnhofes wächst anstelle der Hauptpost allmählich der "Tafelhof Palais" heran

zur Erinnerung: die alte Hauptpost

und das wird gebaut - ein paar Bäumchen sind immerhin vorgesehen

Ostausgang des Bahnhofes mit Abgang zur U-Bahn

Dazwischen wurden für die Bauzeit Container u.a. für eine Poststelle aufgestellt - man hat sie ganz hübsch bemalt

Bauliches Verbrechen gegenüber: die silbern glänzende Filiale der Deutschen Bundesbank

während der weit ansehnlichere Kopfbau der Hauptpost weichen musste, darf das hässliche ERGO-Hochhaus auf der anderen Seite am Celtistunnel bleiben


Umbauphase 2017 



in der Mitte des Platzes schließlich befindet sich ein trauriges kleines Bauwerk, mit einem Raum für die VAG-Mitarbeiter, dem U-Bahnaufgang und ein wenig Unterstellmöglichkeit

Ansicht vom Königstor

Der Busplatz ist für zwei Linien extrem überdimensioniert - meistens steht da gar kein Bus

und dann sind da noch die unerlässlichen Straßenbahnschienen, die für ihre Schleifen nd drei Richtungen natürlich viel Raum einnahmen, aber auch viel Luft dazwischen lassen

Aus der Richtung Bahnhofstraße - viel grau

Ansicht von Norden - auch grau

Neuer Wohnblock am Bingkreisel

Nur ein wilder Parkplatz und zwei abgewrackte Häuschen mussten weichen, um an der Zerzabelshofstraße Ecke Rohrmattenstraße, unweit des Zabok...