Freitag, 28. Juni 2019

Geduldsprobe "Schocken"

Der Begriff "Schocken" hat sich durch die aktuelle Situation im Kaufhausgebäude am Aufseßplatz wieder etwas mehr ins Gedächtnis der Nürnberger eingebaut. Früher wussten nur noch die Älteren, dass in dem Haus bzw. an der Stelle an dem das heutige Haus steht, ursprünglich ein Kaufhaus namens "Schocken" stand, als Teil der Warenhauskette der jüdischen Gebr. Schocken.. 1926 erbaut wurde das Gebäude im Krieg zerstört und durch einen Neubau ersetzt, der 1958 sein Gesicht bekam, wie er im großen und ganzen heute noch dasteht.

Im Verlauf der Jahrzehnte beherbergte der Bau die Kaufhäuser Merkur, Horten und zuletzt bis 2013 Kaufhof. Trotz langwieriger Planerei steht das Haus seit sieben Jahren heute leer. Die Metro AG zu der Kaufhof gehört, brachte kein adäquates Konzept und verkaufte an Edeka. Da nichts an dem Haus denkmalgeschützt ist, wird das Gebäude jetzt wohl bald abgerissen und neugebaut. Mehrfache Umbauorgien haben das Haus bis auf ein cooles freistehendes Treppenhaus sowieso komplett verschandelt.

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Der Gebäudekomplex sieht grade vom Aufseßplatz aus wie eine Fabrik aus


Der erste Bau bei der Eröffnung 1926

geschlossen seit Jahren

Durchgang zur Wölckern-/Landgrabenstraße

Personal gibt es schon lange nicht mehr

an der Wölckernstraße

Landgrabenstraße (l.) - Wölckernstraße (r.)


in den Räumen der im Parterre befindlichen früheren Gaststätte „Fränkische Stube“ 

dort hatte sich eine Kulturbühne 2013 als Zwischennutzung einrichten können, die sich sinnigerweise "ArtiSchocken" nennt (www.artischocken-nuernberg.de)




diese legendäre Brücke überspannt die Landgrabenstraße
sie wurde bereits als Fake-Kulisse für den erste Franken-Tatort verwendet und verband das südlich liegenden Parkhaus mit dem Kaufhaus


Das geschlossene Parkhaus an der Ammanstraße ist ein noch größeres Schreckgespenst - es kommt hoffentlich komplett weg und wird am Besten durch günstigen Wohnraum ersetzt




Nordostseite an der Wiesenstraße


Blick auf den Aufseßplatz

östlich des Schockengebäudes steht ein seltsam futuristisches Gebäude

an der Kreuzung Pillenreuther Straße wurde immerhin kürzlich neu gebaut



so sah der Flachbau vorher aus


der zu Recht abgerissen wurde

Neuer Wohnblock am Bingkreisel

Nur ein wilder Parkplatz und zwei abgewrackte Häuschen mussten weichen, um an der Zerzabelshofstraße Ecke Rohrmattenstraße, unweit des Zabok...