Sonntag, 7. August 2022

Wöhrder Tor und Wöhrder Türlein

An der Mauer- und torlosen Stelle, an der der Verkehr von der Inneren Cramer-Klett-Straße, die früher Wöhrder Straße hieß, zum Südende des Rathenauplatzes bzw. zur Äußeren Cramer-Klett-Straße nach Wöhrd führt, stand schon im 15. Jahrhundert das Wöhrder Türlein samt Zugbrücke und Holzsteg als eines der ersten sieben Tore. Fußgänger gelangten so ein Stückchen südlich in den alten Vorort Wöhrd. 1428 ist das kleine Tor noch als „Werdertürlein“ bezeichnet worden. In unmittelbarer Nähe errichtete man 1613 Wöhrdertor-Bastei. 

Um viel später eine bessere Verbindung zum anwachsenden Wöhrd zu erhalten, wurden nachdem Nürnberg bereits entfestet war, Türlein und Bastei im Jahr 1871 abgerissen, der Graben aufgeschüttet und das Wöhrder Tor als Durchbruch geschaffen. Das größere Tor ist also, im Gegensatz zum kleinen Türlein von Anfang an nur eine Lücke in der Stadtmauer gewesen.

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einstmalig ein Tor an der Innere Cramer-Klett-Straße, Blick stadteinwärts

stadtauswärts

zum Rathenauplatz und zur Äußeren Cramer-Klett-Straße

nördlich beginnt die Mauer erst wieder jenseits des Lauftorturms an der Maxtormauer

an der Südseite beginnt die Mauer gleich hinter dem Wöhrder Tor wieder - zunächst ganz turmlos 





Das eintige Tunnel-Torartige, dass es heute an dieser Stelle gibt, ist eine Unterführung vom Graben unter dem Laufertorgraben hindurch ...


... hinüber zum Cramer-Klett-Park