Samstag, 6. August 2022

Synagogen in Nürnberg

Sieben Synagogen hatte Nürnberg insgesamt in seiner Historie - zwei davon sind es aktuell, zwei fielen der Nazizeit 1938 zum Opfer, zwei gab es aufgrund früherem Antisemitismus nur bis zum ausgehenden Mittelalter und eine wurde 1984 geschlossen.

Alter Jüdischer Friedhof                            Neuer Jüdischer Friedhof
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Ab 1396 stand die erste Synagoge am Hauptmarkt, an der Stelle wo heute noch die Frauenkirche steht. Sie wurde im Rahmen der Judenprogrome 1349 zerstört

Ab 1381 wurde an der Wunderburgstraße 20 die zweite Synagoge errichtet. Auch sie wurde antijüdisch motiviert 1499 zerstört.

1874 errichtete man die dritte Synagoge (der Reformgemeinde) - offizieller Ort "am Hans-Sachs-Platz"

sie befand sich aber genauer am Nordende der Spitalbrücke

dort wo heute ein Mahnmal steht
1938 ließ sie der NSDAP-Gauleiter Julius Streicher abreißen

In der Essenweinstraße 7 stand die Synagoge Adass Jisroel

sie wurde in der Progromnacht 1938 zerstört

Die Synagoge an der Wielandstraße 6 wurde 1984 wurde zugunsten der neuen Synagoge in der heutigen Arno-Hamburger-Straße 1 aufgegeben.


Seit 1984 Sitz der israelitischen Kultusgemeinde - Ansicht an der Georg-Buchner-Straße


Georg-Buchner-Straße nach Osten

Gegenrichtung





An der Regensburger Straße 54 ist seit 2010 die Synagoge der Jüdischen Orthodoxen Gemeinde Nürnberg

außerdem der Sitz von Chabad Nürnberg