Mittwoch, 18. Mai 2022

Die zu breite und zu laute Tetzelgasse

Die Tetzelgasse am Ostrand des Burgviertels ist zwar nicht neu im Erscheinungsbild der Altstadt, ihre Lage, ihre enorme Breite und ihr hoher Durchgangsverkehr sind es dagegen schon. Zum Ende zweiten Weltkrieg fielen gerade auch in diesem nördlichen Bereich der Altstadt viele alte Häuser dem Bombenhagel zum Opfer, die nicht mehr aufgebaut wurden. 

Das Maxtor ist gemessen am Alter der Stadtmauer erst verhältnismäßig neu zu den Stadttoren (1848) hinzugekommen, und die Verbreiterung des Mauerloches fand schon 1877 statt, als man das Tor wieder abgerissen hat, schon damals um des Verkehrs willen. 

So nutzte man das breite Loch in der Mauer und die Situation der fehlenden Häuser bis hinunter zur Theresienstraße, um ab den 50ern die Tetzelgasse zu begradigen und zu verbreitern, um noch mehr Verkehr über den Norden in die Altstadt einfallen zu lassen. Bis heute donnert mit Getöse über lautes Kopfsteinpflaster viel Blech die Straße hinauf und hinunter. Die geradlinige Breite der Straße lädt nicht nur Autoposer förmlich dazu ein, noch einmal extra aufs Gas zu treten und die 30-Zone, die überall in der Altstadt besteht, zu ignorieren. 

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Am Maxtor rechts (westlich) vorbei am Altbau des Scharrer-Gymnasiums

sowie links (östlich) an der Paniersschule

Blick nach oben zum Maxtor - zwischen den Schulen hindurch - die engste Stelle

Die Panierssschule

Das Scharrer

wohlgemerkt: eine "Gasse"

der schauderhafte Neubau des Scharrer-Gymnasiums passt hervorragend ins Bild und in die damalige Zeit

auf der anderen Seite der Tetzelgasse führt vom Paniersschulhaus ein abschrägender Fußweg hinunter zur Schildgasse, die eigentlich nur etwas weiter unten sowieso direkt an der Tetzelgasse herauskommt

unten an der Schildgasse:
aber Gott sei Dank für diesen Fußweg, sonst würde sicher diese Baumreihe nicht existieren


Einmündung der Schildgasse (l.)

Blick bis hinunter zur Theresienstraße - flankiert von viel stehendem Blech


Nur Nachkriegsbauten links und rechts



das lange verwaiste ehemalige "Café Ruhestörung"

Scharrer-Neubau und baldiger Pocketpark am Peststadel an der Erich-Mulzer-Straße




unten an der Theresienstraße








Theresienstraße mit dem Wirtschaftsratshaus nach Westen



zur Laufer Gasse und zum Theresienplatz nach Osten