Samstag, 11. September 2021

Fast alles neu am ehemaligen Tafelwerk

Das Tafelwerk Nürnberg war ein sehr großes Eisenwalzwerk, das der deutsche Unternehmer Julius Tafel 1875 als "Eisenwerk J. Tafel & Co." gegründet hat. Es war das größte deutsche Schweißeisenwalzwerk im 19. und 20. Jahrhundert. Das Gelände reicht von der Äußeren Sulzbacher Straße bis zur Eisenbahnlinie nördlich des Wöhrder Sees und der heutigen Dr.-Gustav-Heinemann-Straße (Westring). Im Jahr 1900 wurde es nach dem Tod des Firmengründers zur „Eisenwerk Nürnberg AG“. 1975 hat man das inzwischen veraltete Werk geschlossen.

1985 nutzte die Deutsche Bundesbahn das Gelände für ihre Feierlichkeiten zu „150 Jahre Deutsche Eisenbahn“, insbesondere von Mai bis August für die Ausstellung „Zug der Zeit – Zeit der Züge. Deutsche Eisenbahn 1835–1985.“ samt  Lok- und Wagenhalle und einer DB-Leistungsschau. 1986 wurde die Fabrikhallen abgerissen und bald darauf zum Teil für neuen Wohnraum nutzbar gemacht. 

Tafelhain nennt sich irritierenderweise (kein Hain ist weit und breit) eine Wohnanlage für betreutes Wohnen und einige Straßenzüge mit Mehrfamilienhäusern am Europaplatz und auf dem Ostteil des Geländes. Auf dem westlichen Teil wurde eine Ansammlung von Einfamilienhäusern verwirklicht. Ein drittes, großes Wohnquartier entsteht dazwischen südlich der Tafelhalle, das bis dahin lange unbenutzt blieb. Das  Gebäude der alten Schraubenfertigungshalle teilt sich das Kulturzentrum Tafelhalle mit dem Museum Industriekultur seit 1987 an der Äußeren Sulzbacher Straße. Das Verwaltungsgebäude blieb ebenfalls stehen.

Wohnen hinter der Tafelhalle   <- neueste Entwicklung im April 2021

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Das Büro- und Verwaltungsgebäude der Fabrik an der Äußeren Sulzbacher Straße 60 stammt aus dem Jahr 1922 und steht unter Denkmalschutz






Daneben des Museum Industriekultur


mit dem Kulturzentrum Tafelhalle im gleichen Gebäude


Rückseite 


östlich der Tafelhalle geht der Weg nach unten zum Europaplatz



Das betreute Wohnheim Tafelhain am Europaplatz



Seniorenresidenz an der Fritz-Pirkl-Straße



Kaeppelstraße





Walzwerkstraße

Reihenhaussiedlung an der Westseite  - Löhnerstraße



früher war die Löhnerstraße nur eine kleine Sackgasse, die Wohnbebauung endete abrupt

Große Brachfläche lange Zeit zwischen Tafelhalle, und den beide Wohnsiedlungen



die große Lücke wurde jetzt geschlossen



Von Südosten ist das Areal erreichbar über die Dr.-Carlo-Schmid-Straße durch zwei Bahn-Tunnel 


frühere Süd-Ansicht an der Dr.-Gustav-Heinemann-Straße

Auch hier wächst etwas heran

Beziehungsweise ist auf Höhe der Reihenhaussiedlung schon fertiggewachsen