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Mittwoch, 27. Februar 2019

Kaputtrenovierter Friedrich-Ebert-Platz

Eine Schönheit war der Friedrich-Ebert-Platz zwischen Nordstadt und St.Johannis ja in den letzten Jahrzehnten nie gewesen. Zu sehr hat die einstige Autoverkehr an den Fassaden genagt und durfte   Nach dem langjährigen und für alle Anwohner strapaziösen U-Bahn-Bau hat sich nun (abgesehen von der ÖPNV-Anbiendung) leider die Lage nur verschlechtert. Schlimm genug, wie lange es gedauert hatte.

Ein gefühltes Jahr wurde nach dem eiligesten Bäume-Kahlschlag am Archivpark und auf den Grünflächen zu "Bau"-Beginn nur Baumaschinen und -Material gelagert. Dann setzte sich der wie immer in Nürnberg träge U-Bahnbau endlich in Gang.

Nach einer (wieder) gefühlten halben Ewigkeit und etlichen Millionen Euro ist der Platz jetzt zwar an die U-Bahn angebunden, aber dafür völlig verschandelt. Nicht nur dass es Jahre dauern wird, bis sich die Minibäumchen annähernd wieder zu einer akzeptablen Größe entwickelt haben, es ist auch rätselhaft, wie die scheußlich-monströsen Beton-U-Bahnaufgänge durch den Baukunstbeirat geschmuggelt werden konnten (falls dieser sich überhaupt mit solchen "Lappalien" befasst).

Obendrein wurde es versäumt, eine Fläche einzurichten, die zum Verweilen einlädt. Die Außenbestuhlung der beiden türkischen Imbisse und der Eisdiele müssen von den schmalen Gehsteigen etwas abknapsen bzw. haben nur wenig Platz. Nur der des "Mr. Bleck" hat um dieEcke am Anfang der Schweppermannstraße etwas Raum. Die dreieckigen Mini-Grünflächen sind unbenutzbar. Dafür ist wieder alles ganz autogerecht und viel Steinwüste. Auf die "verkehrberuhigten" Diagonalfahrspuren hätte man verzichten können. Was sich die Planer bei der grauenhaften Radwegführung gedacht haben, erschließt sich der normalen Logik schon gar nicht. Die nördlich gelegene Platnersanlage ist nahezu eine Ödnis. Fazit: Ein rundum misslungenes auf Jahre hinweg zementiertes Millionenwerk - für Nachbesserung ist natürlich kein Geld da.


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wenn es den Archivpark nicht gäbe, wäre der Ebert-Platz nicht auszuhalten


Blick über den Platz auf die Einfahrt zum Kirchen weg und zur Rückertstraße

Neupflanzungen

U-Bahn-Aufgang-Klotz



ungenutzte eingepferchte Grünfläche

westliche Häuserzeile


sinnlose Diagonalstraße  - und die Außenbestuhlung der Eisdiele und des Donerimbisses hat kaum Platz


durch den zweiten Aufgang-"Bunker" ist das schöne Jugendstilhaus Rückertstraße 1 seiner Wirkung beraubt


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durch diese zweite Diagonalstraße kommt man nur noch in die Rückertstraße

auch hier ist eine sinnlose Insel ohne Bänke - auf dem Betonrand sitzen ab und zu Menschen in der prallen Sonne


das Grün der Platnersanlage an der Nordseite wurde kürzlich zusammengestutzt


so sah es vor ein paar Jahren aus




Nördlich der Platnersanlage
  
Ecke Rieterstraße diagonal gegenüber



die Insel auf der Ostseite des Ebert-Platzes steht, bis auf die Schirmstelle, ebenso ziemlich armselig in der Gegend herum


die Hintergrundhäuser sind ok


Ansicht vom Kirchenweg
  
südliche Häuserzeile an der Archivstraße